Digitale Gesundheitsterminals für Patienten und Besucher
Dresden, 19. Februar 2025

Moderne Self-Service Lösungen für Krankenhäuser und digitale Patientenwege
Neue digitale Servicepunkte unterstützen Patienten und Besucher mit Orientierung, Informationen und zukünftigen eHealth-Services.
Einleitung
Krankenhäuser stehen vor der Aufgabe, Patienten und Besuchern einfache digitale Zugänge zu relevanten Informationen und Services bereitzustellen. Um diese digitale Teilhabe zu stärken und zentrale Prozesse zu entlasten, wurden auf dem Campus fünf neue Gesundheitsterminals installiert. Diese digitalen Servicepunkte schaffen einen modernen Zugang zu wichtigen Angeboten und erweitern Schritt für Schritt den digitalen Patientenweg.
Kontext
Die neuen Terminals ermöglichen eine schnelle, barrierearme und datenschutzkonforme Nutzung zentraler Services. Bereits zum Start stehen interaktive Lagepläne zur besseren Orientierung auf dem Krankenhausgelände bereit. Ergänzend lassen sich Fahrpläne der Dresdner Verkehrsbetriebe abrufen, Online-Taxi-Bestellungen auslösen und wichtige Informationen zur stationären Aufnahme einsehen. Die digitale Infrastruktur ist modular aufgebaut und eröffnet perspektivisch zahlreiche weitere eHealth-Anwendungen entlang der PublicTech und HealthTech Wertschöpfung.
Jens Wohlrabe, Leiter Medizinische Dokumentation und Patientenverwaltung, betont die zukunftsorientierte Ausrichtung des Projekts. In der finalen Ausbaustufe sollen Funktionen integriert werden, die mit der Einführung der elektronischen Patientenakte entstehen. Dazu zählen das Einsehen von Dokumenten, das Scannen von Befunden, digitale Unterzeichnungen von Behandlungsverträgen oder die Buchung von Terminen für eine Videosprechstunde. Diese Erweiterungen stärken das Ziel einer digitalen, intuitiven und sicheren Versorgung.
Erkenntnisse
Der Ausbau wird aktuell von der DAK-Gesundheit und der IKK classic unterstützt. Vertreter beider Krankenkassen begleiteten die feierliche Übergabe. Die DeGIV entwickelt seit 2014 Self-Service Lösungen wie Gesundheitsterminals und Bürgerterminals, die bundesweit in Krankenhäusern, Apotheken und Kommunen im Einsatz sind. Das Land Sachsen setzt im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie verstärkt auf solche Digitalen Servicepunkte, um das LastMileProblem zu entschärfen und Versicherten moderne eGovernment und eHealth Leistungen zugänglich zu machen.
Gesundheitsterminals, Versichertenterminals und Gesundheitskioske gelten als zentraler Bestandteil einer flächendeckenden digitalen Versorgung. Über die Telematik-Infrastruktur können sie künftig den sicheren Zugriff auf die elektronische Patientenakte ermöglichen. In ländlichen und unterversorgten Regionen übernehmen diese SecureKiosk Lösungen bereits heute eine wichtige Rolle, da sie Bürgerinnen und Bürgern digitale Services bereitstellen, ohne dass eigene Endgeräte benötigt werden.
Relevanz
Der Ansatz folgt dem Prinzip SecureByDesign und schafft vertrauenswürdige digitale Berührungspunkte für Patienten, Besucher und Versicherte. Durch die Kombination aus intuitiver Bedienbarkeit, hoher Informationsdichte und erweiterbaren Self-Service Funktionen entstehen flexible digitale Zugangsmöglichkeiten. Die Terminals unterstützen Krankenhäuser, VerwaltungDigital und Kostenträger dabei, Prozesse zu vereinfachen und den Weg zur modernen Digitalen Verwaltung im Gesundheitswesen voranzutreiben.
Fazit
Die neuen Gesundheitsterminals stärken digitale Teilhabe, entlasten zentrale Anlaufstellen und verbessern die Servicequalität. Sie sind ein zukunftsweisender Baustein für eHealth, GovTech und PublicTech Strategien und leisten einen direkten Beitrag zur Digitalisierung des Gesundheitswesens in Sachsen. Die Maßnahme wurde aus Steuermitteln des Sächsischen Landtags mitfinanziert. Patienten und Besucher profitieren nun von einem digitalen Serviceangebot, das sukzessive erweitert wird und den Weg zur vollständig vernetzten Versorgung ebnet.
Presse und Quellen-Links



