Smart Country für alle: Warum digitale Teilhabe nicht nur in Großstädten beginnt
Kamp-Lintfort, 02. Oktober 2025

Self-Service-Terminals als Schlüssel zur flächendeckenden Digitalisierung
Wie kleinere Kommunen trotz knapper Ressourcen digitale Services barrierefrei anbieten können.
Deutschland blickt in dieser Woche auf die Smart Country Convention in Berlin. Doch ein Blick auf den Smart City Index der Bitkom offenbart ein klares Muster: Unter den Top-20-Plätzen liegen nahezu ausschließlich Großstädte. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie gelingt digitale Transformation abseits urbaner Zentren?
Denn während Großstädte oft bessere Rahmenbedingungen besitzen, stehen kleinere Kommunen vor denselben Digitalisierungsanforderungen – allerdings mit deutlich weniger Ressourcen. Haushaltsengpässe, Fachkräftemangel und wachsende Erwartungen seitens der Bürgerinnen und Bürger erschweren den Aufbau moderner Verwaltungsangebote zusätzlich. Persönliche Services vor Ort stoßen an Grenzen: Personalknappheit, steigende Kosten und eingeschränkte Öffnungszeiten sind längst Realität.
Digitale Portale und Apps sind wichtige Bestandteile einer modernen Verwaltung. Doch sie erreichen nicht alle Menschen. Technische Hürden, fehlende Endgeräte oder geringe Digitalkompetenz führen dazu, dass viele Bürgerinnen und Bürger von digitalen Angeboten ausgeschlossen bleiben.
Genau hier setzt der Omnichannel-Ansatz mit Self-Service-Terminals an. Die DeGIV GmbH aus Nordrhein-Westfalen bietet eine Plattform „made & hosted in Germany“, die die Lücke zwischen Schalter und App schließt – barrierefrei, sicher und intuitiv nutzbar. Die Terminals ermöglichen rund um die Uhr Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen, ob im Rathaus, bei der Sparkasse, in Krankenkassen, Apotheken, Kliniken oder Nahversorgern. Kommunen profitieren, ohne selbst investieren zu müssen: Installation, Betrieb, Finanzierung und Wartung erfolgen vollständig durch DeGIV. Zusätzlich eröffnet ein integriertes Infodisplay die Möglichkeit, Bürger zu informieren oder regionale Akteure sichtbar zu machen.
Viele Behörden, darunter Kommunen, Kreisverwaltungen und Bundesbehörden nutzen diese Lösung.
Ein besonders prägnantes Praxisbeispiel findet sich in Limbach-Oberfrohna im Landkreis Zwickau. Im Rahmen des Digital-Lotsen-Programms des Freistaats Sachsen wurde dort ein Terminal im SB-Foyer der Sparkasse Chemnitz (zur Pressemitteilung) installiert. Bürgerinnen und Bürger können dort rund um die Uhr Verwaltungsangebote der Stadt sowie des Freistaats Sachsen über das Portal AMT24 nutzen. Das Rathaus wird entlastet, Services werden dezentral verfügbar – und gleichzeitig profitieren Banken, Krankenkassen und kommunale Einrichtungen von einem erweiterten Serviceangebot.
Das Fazit
Digitalisierung darf nicht nur in Metropolen stattfinden. Smart Country bedeutet digitale Teilhabe für alle – unabhängig von Einwohnerzahl oder Standort. Self-Service-Terminals bilden das fehlende Verbindungsglied einer modernen Omnichannel-Strategie und zeigen, wie Verwaltung digital, effizient und menschennah gestaltet werden kann.
